Ich bin Binnenschiffskapitän und Softwareentwickler. Keine zufällige Kombination: Sie ist genau der Grund, warum diese Werkzeuge in der Praxis funktionieren und nicht nur auf dem Papier.
Meine Arbeit findet größtenteils an Bord statt, im Rhythmus von zwei Wochen an, zwei Wochen ab. Ich kenne den Papierkram nicht aus einem Handbuch — ich fülle ihn selbst aus, auf der Brücke, während die Fahrt weitergeht. Und genau dort begann es. Aus Frustration. Makros in einer Excel-Datei, die im falschen Moment zusammenbrechen. Ein Bunkerbeleg, der rechtlich stimmen muss, aber von Hand abgetippt wird. Planung, Besatzung und Fahrzeiten, verstreut in einzelnen Dateien, aus denen niemand mehr schlau wird.
Ich habe begonnen, es selbst zu lösen. Zuerst für mein eigenes Schiff, dann für die ganze Flotte. Inzwischen ist daraus eine Reihe von Anwendungen gewachsen — alle nach demselben Prinzip: gebaut von jemandem, der weiß, wie es an Bord zugeht, nicht von jemandem, der nur darüber gelesen hat.
Dieser Unterschied steckt im Detail. Die Stopp-Erkennung weiß, was ein Umlegevorgang innerhalb eines Terminals ist, und zählt ihn nicht als einzelnen Hafen. Die Compliance-Engine kennt die niederländischen Arbeitszeit-Modi A1, A2 und NVT — nicht als Checkbox, sondern weil ich selbst danach leben muss. Die Besatzungsprüfung speichert keine personenbezogenen Daten, weil das die einzige verantwortbare Art ist, Crew-Daten zu verarbeiten.
Keines dieser Werkzeuge ist ein Prototyp, der in einer Schublade liegt. Sie laufen — bei mir, an Bord und in der Flotte.